《2018  7 Jahre nach Fukushima》

 

Sonntag 08. April 15:00 Aula Uni Zürich (Rämistrasse 59)

 

  14:30 Türöffnung

 15:00 Vortrag: Nuclear situation after 7 years in Japan

      OSHIDORI Mako ist Journalistin in Tokyo und fährt regelmässig in die Präfektur

      Fukushima, um über die gesundheitliche Situation der Menschen in den

      verstrahlten Gebieten zu berichten. An Pressekonferenzen von TEPCO scheut sie

      sich nicht davor, kritische Fragen zu stellen. Ihre Beiträge erscheinen in

      unabhängigen, kritischen Medien. Ihr Mann OSHIDORI Ken ist Künstler, der

      verschiedene Aspekte der Fukushima-Katastrophe durch Formen von

      Drahtfiguren eindrücklich vor Augen führt.  

 

Eintritt frei. Kollekte 

Aula Uni Zürich Rämistrasse 59, 8001 Zürich

Botschaft von Frau Ruiko Muto

 

Sprecherin der Klägergruppe gegen TEPCO/Repräsentantin der Gruppe Frauen von Fukushima

 

An alle auf der Welt, deren Gedanken bei Fukushima sind

 

Sieben Jahre nach dem Atomunfall von Fukushima. Wieder nähert sich ein Jahrestag.

Zunächst möchte ich mich bei all denen bedanken, die seit jenem Katastrophentag 2011 Fukushima begleitet und uns unterstützt haben. Zur Zeit werden wir in Fukushima von Wörtern wie „Heimkehr“, „Wiederaufbau“ oder „Gesundheitsförderung“ umschwirrt. Im Hinblick auf die Olympiade 2020 wird ein gigantisches Wiederaufbaubudget aufgelegt. Vor allem entlang der Pazifikküste, die ja durch das Erdbeben besonders verheert war, werden unter dem Leitbild „Innovation Coast“ Anlagen zur Entwicklung von Reaktorrückbau- und Robotertechnik, riesige Windkraftwerke, Mega-Solaranlagen und Biomassekraftwerke

auf Holzschnitzelbasis errichtet. Sogar in Futaba-machi, das am stärksten radioaktiv

belastet ist, weil dort das Kraftwerk Fukushima Dai-ichi liegt, sind ein Archivgebäude und eine

Gewerbehalle in Planung. Das Archiv, so heißt es, soll die Wahrheit über die Schäden durch die Reaktorunfälle bewahren und vermitteln, und zum Reiseziel für Klassenfahrten der Oberstufe und für Studienreisen werden. Bis zum Beginn der Olympiade will die Präfektur Fukushima sämtliche Evakuierten in ihre Heimatorte zurückgebracht und die Bahnstrecke entlang der Küste wieder vollständig für den Verkehr geöffnet haben.

 

Gerade deshalb kommt es zu schweren Menschenrechtsverletzungen. Die gegenwärtig verfolgte Rückkehrpolitik bedeutet keinesfalls, dass man eingeladen ist, an dekontaminierte, wieder in den ursprünglichen Zustand versetzte, sichere Orte zurückzukehren. Vielmehr wird man gezwungen, in Gegenden mit einer Jahresdosis von bis zu 20 MilliSievert zu leben, und so das Zwanzigfache der vor dem Unfall zulässigen Jahresdosis einfach hinzunehmen. An Erholung oder andere Strahlenschutzmaßnahmen nach der Rückkehr ist nicht gedacht, vielmehr werden nach Aufhebung der Evakuierungsanordnungen Entschädigungszahlungen für seelische Schäden oder die Wohnungsbeihilfe am Evakuierungsort einfach eingestellt, auch wenn man nicht zurückkehrt. So geraten manche mit einem Schlag in Not und Bedrängnis und kehren zurück, obwohl sie das nicht wollen, andere werden obdachlos oder nehmen sich sogar das Leben. Es gibt auch Familien, die auf Räumung ihrer Evakuierungswohnung verklagt wurden. In einer Untersuchung des UN-Menschenrechtsrates haben 4 Mitgliedsländer die japanische Regierung offiziell ermahnt, die Menschenrechtssituation der durch den Atomunfall Geschädigten zu verbessern.

 

Auf dem Gelände von Fukushima Dai-ichi gibt es weiterhin gravierende Probleme. Tritiumbelastetes Wasser lagert in über 800 Tausendtonnentanks. Der Vorsitzende der japanischen Atomaufsicht Fuketa und sein Vorgänger Tanaka touren durch die betroffenen Gemeinden und erklären: „Die Einleitung ins Meer ist die einzige Lösung“. Als Vierjährige habe ich zum ersten Mal in meinem Leben das Meer gesehen, das Meer vor Iwaki-shi in der Präfektur Fukushima. Noch heute habe ich den schönen Anblick vor Augen. Die Fischgründe dort galten als die drittgrößten der Welt, voll der verschiedensten Meereslebewesen. Ist das Meer nicht das, was die ganze Welt verbindet? Durch den Atomunfall sind schon viele radioaktive Partikel ins Meer gelangt, da darf man doch nicht auch noch willkürlich die Meere der Welt weiter verschmutzen. Man darf doch nicht zulassen, dass eine Institution, die eigentlich kontrollieren soll, sich für unkontrollierte Einleitung ins Meer einsetzt. Die Fischer von Fukushima wollen die Einleitung um jeden Preis verhindern. Ich bitte Sie, erheben Sie

überall auf der Welt Ihre Stimme zur Unterstützung der Fischer!

 

Die Schilddrüsenreihenuntersuchungen im Rahmen der Gesundheitsstudie der Präfektur Fukushima haben inzwischen 193 Kinder und Jugendliche mit Schilddrüsenkrebs oder –krebsverdacht ermittelt. Unverändert erklärt der Lenkungsausschuss der Gesundheitsstudie, ein Zusammenhang der Erkrankungen mit dem AKW-Unfall sei schwer vorstellbar. Abgesehen von dieser Zahl sind im letzten Jahr Fälle von Schilddrüsenkrebs bekannt geworden, die von der Gesundheitsstudie nicht erfasst wurden. Manche Teilnehmer an der Schilddrüsenreihenuntersuchung erhielten nämlich die Empfehlung „Verlauf beobachten“, und wenn bei ihnen vor der nächsten Reihenuntersuchung ein Schilddrüsenkrebs festgestellt wurde, wurde dieser nicht in die Zahlen der Reihenuntersuchung aufgenommen. Sowohl aus dem Steuerungsausschuss wie aus der Bevölkerung wurde Kritik laut:

Man müsse doch feststellen, um wieviel Fälle es sich dabei handelte. Schließlich wurde die

Medizinische Hochschule Fukushima mit einer Studie beauftragt; sie soll in zwei Jahren fertig sein. Obgleich die Schilddrüsenreihenuntersuchungen die einzigen systematischen Untersuchungen zur Gesundheit sind, liefern sie noch nicht einmal richtige Ergebnisse. Gegenwärtig gibt es eine Bewegung, den Umfang der Schilddrüsenreihenuntersuchung zu verringern, die mit Begriffen wie „Überdiagnostik“, „Reihenuntersuchungen in Schulen verletzen Menschenrechte“, „Recht auf Nichtwissen“ operiert. Die Präfektur Fukushima, die zur Zeit des Unfalls die Verteilung von stabilem Jod verhindert hat, sollte aber zu ihrer Verantwortung stehen und die Schilddrüsenreihenuntersuchungen fortführen.

 

Als vor zwei Jahren berichtet wurde, Oberschüler aus der Stadt Fukushima hätten das AKW während der Aufräumarbeiten besichtigt, waren wir entsetzt. Jetzt hat auch die Universität Fukushima solche Besichtigungen in ihr Lehrprogramm aufgenommen. In kleinen Städten, deren Evakuierungsanordnung gerade aufgehoben wurde, fanden auch für Schüler von Fachoberschulen aus ganz Japan Wettbewerbe zum Bau von Robotern für die AKW-Aufräumarbeiten und ähnliches statt. In der Stadt, wo ich wohne, wurde das Bildungszentrum Radioaktivität „Comyutan Fukushima“, eine Einrichtung des Zentrums für Umweltmodellierung der Präfektur Fukushima, aufgebaut. Dort gibt es eine Ausstellung, in der man mittels Videos und Computerspielen etwas über Radioaktivität lernen soll. Seit der Eröffnung haben es etwa 100 000 Menschen innerhalb eines Jahres besucht. Schaut man sich an, was Kinder in das Besucherbuch geschrieben haben, findet man: „Gut, dass Radioaktivität nicht bloß gefährlich, sondern für Medizin und Naturwissenschaft wichtig ist,“ oder: „Ich habe gedacht, dass man vor Radioaktivität Angst haben muss, aber jetzt weiß ich, dass sie auch in der Natur und in

Lebensmitteln vorkommt, und bin beruhigt,“ oder: „Wenn alle sich hier informieren könnten, würde auch die Diskriminierung von Fukushima verschwinden,“ und vieles andere dieser Art. Von einer Bildung, die auf die Gefahren durch gegenwärtig vorhandene radioaktive Substanzen eingeht, und zeigt, wie man sich davor schützen kann, ist das noch ziemlich weit entfernt, finde ich.

 

In dieser Situation gibt es noch viele Prozesse – um Entschädigung, um die Korrektur von

Verwaltungsentscheidungen, um strafrechtliche Verantwortung. Ein Zivilgericht hat in einem Urteil anerkannt, dass die Betreiberfirma Tepco und die japanische Regierung Tsunami-Schutzmaßnahmen vernachlässigt haben. In diesem Jahr sind noch weitere Urteile zu erwarten.

 

Im Juni letzten Jahres hat eine Klägergruppe von 14 000 Personen aus Fukushima und aus ganz Japan bei der Staatsanwaltschaft Fukushima Strafanzeige gestellt. Der daraus folgende Strafprozess wird nun endlich gegen drei ehemalige Vorstandsmitglieder von Tepco geführt, die alle auf „nicht schuldig“ plädierten. Die Staatsanwälte wiesen mit zahlreichen Beweismitteln nach, dass Tepco bei der Tsunamivorsorge untätig war. Damit hat ein geschichtlich bedeutender Kampf begonnen. Bitte verfolgen Sie den Prozess. Es findet auch eine an den Gerichtspräsidenten gerichtete „Unterschriftensammlung für ein strenges Urteil“ statt. Auf der Homepage der Unterstützergruppe gibt es auch ein Unterschriftsformular in englischer Sprache (https://kokuso-fukusimagenpatu.blogspot.de/p/pleasesign- petition.html). Bitte unterstützen auch Sie die Sammlung.

 

In diesem Winter war es auch in Fukushima sehr kalt. Aber unter der gefrorenen Erde liegen die Samen, die im Frühjahr sprießen werden. Mögen auch wir im Jetzt aufrecht leben und nicht vergessen, von einer anderen Zeit zu träumen. Wie die Meere die Welt verbinden, so wollen auch wir verbunden bleiben.

 

zum 11. März 2018 in Fukushima, Muto Ruiko

http://hidanren.blogspot.de/

http://kokuso-fukusimagenpatu.blogspot.de/

(aus dem Japanischen: Annette Hack)

     

Filmveranstaltung HALBWERTSZEIT 2018

  

 

*************************************************************************

 

 Vergangene Veranstaltungen

 

*************************************************************************

     

 

Samstag 10. März 14:00 ISAPZURICH @Zürich

 

  13:30 Türöffnung

 14:00 Film: RENEWABLE JAPAN, SEARCH FOR A NEW ENERGY PARADIGM

        Hiroyuki Kawai, Japan 2017, 100 Min., japanisch mit englischen Untertiteln

      Die rasante Entwicklung der Erneuerbaren Energien will Hiroyuki Kawai auch in

      Japan propagieren. Die Sicht Japans auf Sonne, Wind und andere erneuerbare

      Energiequellen in Europa und anderen Kontinenten fasziniert. Der Film ist die

      Gegenthese zur Behauptung: Ohne AKW zuwenig Strom. 

 

 15:40  Pause mit japanischen Süssigkeiten und Grüntee(seiundo). 

 

 16:00 Gespräch und Diskussion Mit Heini Glauser, Solarspar (Mitglied Vorstand)

      Die Entwicklung der Erneuerbaren Energien.

 

Eintritt frei. Kollekte

ISAPZURICH, Stampfenbachstr. 115, 8006 Zürich, isapzurich.com

     

 

Sonntag 11. März 10:00 Kulturhaus Odeon @Brugg

 

  09:30 Türöffnung

 10:00 Film: NUCLEAR JAPAN - 4 YEARS AFTER 

     (Japan und das AKW, 4 Jahre danach)

      Hiroyuki Kawai, Japan 2015, 138 Min., japanisch mit deutschen Untertiteln

      Die Anwälte Hiroyuki Kawai und Yuichi Kaido kämpfen mit der Aktivistin Yui

      Kimura vor Gericht gegen Tepco. Ihr Ziel: Die Betreiber des AKW Fukushima

      Daiichi für die massiven Nachlässigkeiten bei den Sicherheitsvorschriften zur

      Verantwortung ziehen. Bei den Recherchen vor Ort interviewten sie Experten

      sowie Beteiligte der Atomkatastrophe. Aufgezeigt wird auch das Leiden der

      Betroffenen. Der Film ist eine intensive Spurensuche um den Hintergrund des

      AKW-Unfalls, die nicht verbesserten Richtlinien bei der Sicherheit und die

      Lügen der Energiepolitik aufzuzeigen. 

 

  12.15 Pause mit Suppe, Brot, Onigiri, japanischen Süssigkeiten und Grüntee.

 

 13:00 Film: RENEWABLE JAPAN, SEARCH FOR A NEW ENERGY PARADIGM

        Hiroyuki Kawai, Japan 2017, 100 Min., japanisch mit deutschen Untertiteln

      Die rasante Entwicklung der Erneuerbaren Energien will Hiroyuki Kawai auch in

      Japan propagieren. Die Sicht Japans auf Sonne, Wind und andere erneuerbare

      Energiequellen in Europa und anderen Kontinenten fasziniert. Der Film ist die

      Gegenthese zur Behauptung: Ohne AKW zuwenig Strom. 

 

 

  14.45 Pause mit Baröffnung 

 

 15:00 Film: ALS DIE SONNE VOM HIMMEL FIEL

      Aya Domenig, Japan 2015, 78 Min., japanisch mit deutschen Untertiteln

      Auf den Spuren ihres verstorbenen Grossvaters, der nach dem Abwurf der

      Atombombe 1945 als junger Arzt im Rotkreuzspital von Hiroshima gearbeitet

      hat, begegnet die Regisseurin einem ehemaligen Arzt und einer

      Krankenschwester, die Ähnliches erlebt haben wie er. Zeit seines Lebens hat

      ihr Grossvater nie über seine Erfahrungen gesprochen, doch durch die grosse

      Offenheit ihrer Protagonisten kommt sie ihm näher. Als sich am 11. März 2011

      in Fukushima eine neue Atomkatastrophe ereignet, nimmt ihre Suche eine

      neue Wendung. Die Protagonisten von ALS DIE SONNE VOM HIMMEL FIEL

      treten seit ihrer einschneidenden Erfahrungen im atomar verwüsteten

      Hiroshima unermüdlich gegen das grosse gesellschaftliche Schweigen an, das

      bis heute über die wahren gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen der

      Atombombenabwürfe herrscht. Damit sprechen sie einen verdrängten Aspekt

      der Vergangenheit an, der nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima auf

      schmerzliche Weise wieder ins Bewusstsein der Japaner dringt.

 

      Anschliessend Gespräch mit Aya Domenig. 

 

Eintritt: Fr. 15.-/Studierende Fr. 13.-

Kulturhaus Odeon: Bahnhofplatz 11, 5200 Brugg, www.odeon-brugg.ch

 

 

*************************************************************************

     

《2017  6 Jahre nach Fukushima》

     

Filmveranstaltung HALBWERTSZEIT 2017

 

Samstag 11. März 11:00 Kulturhaus Odeon @Brugg

 

 10:30 Türöffnung

 11:00 Live-Multimedia-Präsentation: Unfall ohne Ende

      Fabian Biasio, 2012/2016 30Min.
      
Nichts sehen, nichts riechen, nichts schmecken:

      Fotografische Streifzüge in den verstrahlten

      Gebieten um Fukushima Daiichi.

 

 11:45 Film: Little Voices from Fukushima (Der Kanon mit leisen Stimmen)

      Hitomi Kamanaka, Japan 2015, 119 Min., Jap/d

      In den radioaktiv verseuchten Regionen von Fukushima

      und Weissrussland kämpfen die Mütter unermüdlich für

      das Wohlbefinden ihrer Kinder.

 

Kulturhaus Odeon: Bahnhofplatz 11, 5200 Brugg, www.odeon-brugg.ch

     

 

Samstag 11. März 19:00 ISAPZURICH @Zürich

 

 18:30 Türöffnung

 19:00 Live-Multimedia-Präsentation: Unfall ohne Ende

      Fabian Biasio, 2012/2016 30Min.
      
Nichts sehen, nichts riechen, nichts schmecken:

      Fotografische Streifzüge in den verstrahlten

      Gebieten um Fukushima Daiichi.

 

 19:45 Film: Little Voices from Fukushima (Der Kanon mit leisen Stimmen)

      Hitomi Kamanaka, Japan 2015, 119 Min., Jap/d

      In den radioaktiv verseuchten Regionen von Fukushima

          und Weissrussland kämpfen die Mütter unermüdlich für

          das Wohlbefinden ihrer Kinder.

 

ISAPZURICH, Stampfenbachstr. 115, 8006 Zürich, isapzurich.com

     

Aktion! Drei Jahre nach Fukushima

 

 

*************************************************************************

     

Filmveranstaltung HALBWERTSZEIT 2014

Filmveranstaltung
Halbwertzeit 2014 – drei Jahre nach Fukushima

PROGRAMM

Freitag, 7. März 2014, Rote Fabrik, Zürich
Seestrasse 395, 8038 Zürich, www.rotefabrik.ch

18.15 Uhr Filme ABITA, A2-B-C

19.45 Uhr Diskussion Radioaktivität: Folgen für Mensch und Umwelt Seit Jahrzehnten herrscht in der Fachwelt ein Meinungsstreit über die effektive Gefährlichkeit der Radioaktivität, insbesondere im Bereich der Niedrigstrahlung. Was ist der aktuelle Wissensstand? Drei ExpertInnen stehen Rede und Antwort. Mit: Susan Boos (Redaktorin Die Wochenzeitung WOZ, Nuklearexpertin), Martin Walter (Ärzte für soziale Verantwortung IPPNW), André Herrmann (Berater Strahlenschutz, Präsident eidgen. Strahlenschutzkommission bis 2012). Moderation: Martin Läubli (Wissenschaftsredaktor Tages-Anzeiger).

21.15 Uhr Film CHERNOBYL 4EVER 


Montag, 10. März 2014, Lichtspiel Bern
Sandrainstrasse 3, 3007 Bern, www.lichtspiel.ch

20 Uhr, STRASSE OHNE WIEDERKEHR, 
WELCOME TO FUKUSHIMA 


Anschliessend Diskussion oder Gespräch mit Filmemacher

EINTRITT FREI, KOLLEKTE

 

 

Gedichte von Shunsuke Arao Der ehemalige Tierarzt aus Nihonmatsu (Präfektur Fukushima) beschreibt in den Gedichten seine Empfindungen über den Alltag nach dem AKW-Unfall. Damit gewann er die Sympathie der Menschen in Fukushima und ganz Japan. Araos Texte sind auf Japanisch und Deutsch mit Fotos ausgestellt. 

 

Aktion! Zwei Jahre nach Fukushima

In der Schweiz sind folgende Events geplant. Wenn Sie Zeit haben, machen Sie mit und bringen Sie Ihre Freunde mit!

 

***************************************************************

 

Donnerstag, 7. März 2013, 19.30h

Thematische Filmveranstaltung in der Roten Fabrik in Zürich.

http://www.rotefabrik.ch/de/home/

 

Programm

-Forbidden Ground, Fukushima (Kazunori Kurimoto, Japan, 2012, Dokumentarfilm)

-663114 (Isamu Hirabazashi, Japan, 2011, Animationsfilm)

-Die Geschichte vom Plutonium (Japan, 1993, Animationsfilm)

-Diskussion: Leben mit der Radioaktivität, mit Kazunori Kurimoto (Regisseur), Florian Kasser (Greenpeace), Vertreter/in Ajisai-no-Kai

 

Eintritt Frei, Kollekte.

 

Veranstalter: Roten Fabrik

Mit der Unterstützung von Greenpeace, Scheweizerische Energie-Stiftung und Ajisai-no-Kai

 

Samstag, 9. März 2013, 13.00 bis 16.00, Bern/Münsterplatz (Der Datum wurde geändert)

Zusammen mit anderen Organisationen plant Greenpeace eine Veranstaltung

 

Montag, 11. März 2013, Event in Genf

Zusammen mit Sortir du Nucléaire und ContrAtom plant Independent WHO eine Protestaktion vor dem Konsulat von Japan in Genf und WHO.

 

Mongtag, 11. März 2013, 20.00h

Thematische Filmveranstaltung in der Lichtspiel in Bern.

http://www.lichtspiel.ch/

 

Programm

-Forbidden Ground, Fukushima (Kazunori Kurimoto, Japan, 2012, Dokumentarfilm)

-663114 (Isamu Hirabazashi, Japan, 2011, Animationsfilm)

-Die Geschichte vom Plutonium (Japan, 1993, Animationsfilm)

-Diskussion: Mühleberg - Alles im Griff?, mit Jürg Joss (Fokus Anti-Atom), Florian Kasser (Greenpeace), Vertreter/in Ajisai-no-Kai

 

Eintritt Frei, Kollekte.

 

Veranstalter: Roten Fabrik

Mit der Unterstützung von Greenpeace, Scheweizerische Energie-Stiftung und Ajisai-no-Kai

 

*********************************************************

Details der Events wird ständig aktualisiert. Besuchen Sie bitte unsere HP regelmässig.

 

Ajisai-no-Kai

HP: http://ajisaich.jimdo.com/

Facebook: http://www.facebook.com/pages/スイス-アジサイの会Ajisai-no-Kai/375481365854166

 

 

Unsere Aktion vom 11.11.2012 ging erfolgreich zu Ende.

An dem regnerischen Sonntagsnachmittag versammelten sich rund 70 Personen im „Alten Transport“ in Bern. Der Film „Verbotenes Land Fukushima“ zeigt ohne zu übertreiben die Situation Fukushimas nach dem Unfall des  Atomkraftwerkes. Ernsthaft verfolgt die Kamera die Einwohner, welche mit dieser Situation leben müssen, in ihrem von aussen augenscheinlich ruhigen Alltag.  Die Schweiz ist ungefähr so gross wie Kyushu, der südlichen Insel Japans und da stehen fünf Atomkraftwerke. Der Film macht uns erneut darauf aufmerksam, was auf uns zukommen würde im Falle eines Reaktorunfalles. 

 

Herr Florian Kasser von Greenpeace Schweiz war im Oktober 2012 in Japan, um an einem Greenpeace Workshop teilzunehmen. Greenpeace hatte die 13. Messung der Radioaktivität in der Stadt Fukushima und Ihdate, einem Dorf in der Präfaktur Fukushima organisiert und gleichzeitig einen Workshop über die Messung der Radioaktivität durchgeführt.  Herr Kasser berichtete uns über den Workshop, an dem er teilgenommen hatte. Sein Interview mit Frau Yoshida, welche in diesem Film die Hauptfigur darstellt und das Neueste aus Fukushima mit zahlreichen Fotos illustriert.

http://www.greenpeace.org/japan/monitoring/13th/ 

 

Die Kollekte von sFr. 1200.- dieser Veranstaltung geht an die Organisation „Fukushima Network, Protect Children from Radiation“ nach dem Wunsch von Florian Kasser, welcher diese Organisation besucht hatte und sie interviewt hat.

http://ameblo.jp/hinan-mama-net/

Auf den unten stehenden Links können Sie den dreiteiligen Video dieses Vortrages eingehend betrachten.


11.11. Film & Speech: Introduction

http://www.ustream.tv/recorded/26908692 

11.11. Film & Speech: Speech 01

http://www.ustream.tv/recorded/26910104

11.11. Film & Speech: Speech 02

http://www.ustream.tv/recorded/26911533

 

 

Am 11. November 2012 Action!

Programm

Vorführung des Dokumentarfilms «Forbidden Ground, Fukushima» von Kaz Kurimoto (Japanisch mit englischen Untertiteln)

Anschliessend berichtet der Greenpeace-Atomcampaigner Florian Kasser über seinen kürzlichen Japan-Besuch des kontaminierten Gebiets in Fukushima.

 

WANN:   Sonntag, 11. November 2012

    Zeit:   14 Uhr bis ca. 16 Uhr

   Wo:   Altes Tramdepot Bern, Seminarsaal

            http://www.altestramdepot.ch/htm/seminar_saal.htm (mit 12er Bus

        Richtung Zentrum Paul Klee, aussteigen bei Haltestelle Bärengraben)  

 

 

Don't forget Fukushima!

Am Sonntag, 11. November 2012, werden eine Million Menschen in Tokio vor Parlament und Ministerien gegen Atomkraftwerke demonstrieren. Mit der Veranstaltung in Bern wird die Solidarität mit den JapanerInnen gezeigt. Denn eines ist klar: Die Katastrophe von Fukushima darf nicht in Vergessenheit geraten. Die Zustände sind noch immer desolat und werden es noch lange bleiben. Das Ministerium für Wiederaufbau beziffert die Zahlen der «indirekten Toten», die nicht direkt durch die Ereignisse aber als Folge des Erdbebens, Tsunami oder Reaktorunfall gestorben sind bis Ende März 2012 auf mindestens 761 offiziell anerkannte Todesfälle. Gemäss der Präfektur Fukushima sind es inzwischen (Ende August 2012) 1'000 Tote. Von diesen 1'000 Toten sind aber gemäss der Schätzung des Rechtsanwalts Masamichi Mori ca. 600 indirekt auf den Reaktorunfall zurück zu führen. Die Opfer der ersten Tage post-Fukushima sind dabei nicht inbegriffen. Auch die Zahl der Schilddrüsenerkrankungen steigt deutlich: Bei 43.1% der Kinder wurden Veränderungen der Schilddrüse festgestellt. Ausserdem haben sich inzwischen bereits über 42'000 Tonnen durch den Fallout vom Reaktorunfall mit über 8000 Bq/kg belastete radioaktive Aschen und Klärschlamm angehäuft. Es ist wichtig, die Betroffenen nicht zu vergessen, sich solidarisch mit ihnen zu zeigen und insbesondere dafür einzustehen, dass eine Katastrophe dieses Ausmasses nie mehr passieren darf.   

 

Shut down Mühleberg!                                                           

In der Schweiz wurden indes die Lehren aus Fukushima immer noch nicht gezogen. Das AKW Mühleberg, typengleich mit dem Fukushima-Reaktor und bekannt für seine massiven Sicherheitsdefizite, ist immer noch am Netz. Schlimmer: Mühleberg soll dank notdürftiger Reparaturarbeiten weitere 10 Jahre betrieben werden. Es reicht: Mühleberg muss vom Netz. Jetzt!


Die Veranstaltung ist gratis, gerne können Sie eine Kollekte abgeben. Anmeldung erwünscht:

079 760 81 86 (Andreas Knobel) oder ajisaiCH@live.jp (Ajisai-no-Kai) oder hier

 

Mit der Unterstützung von Greenpeace Schweiz und Schweizerische Energie-Stiftung.

 

Halbwertszeit 2018
Download Flyer
11 März 2018 - 7. Halbwertszeit.pdf
PDFファイル 943.5 KB